Nordroute
Eine längere Kilimandscharo-Besteigung mit geringem Besucheraufkommen, hervorragender Akklimatisierung und den höchsten Gipfel-Erfolgsquoten.
über den Nordring
⭐⭐⭐⭐⭐ 87 Bewertungen
6/7 Tage
ab 1.602 $ pro Person
Höhepunkt der Tour auf der Nordroute
✷ Nur Anfahrt aus nördlicher Richtung
✷ Das ganze Jahr über trockener und weniger überlaufen
✷ Allmähliche, sanfte Steigung für leichteres Aufsteigen
✷ Einzigartige Seitenansichten des Berges aus Kenia
✷ Ideal zum Klettern außerhalb der Hauptsaison
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Nordroute (8–10 Tage):
Kilimandscharo-Tour mit höchster Erfolgsquote und optimaler Akklimatisierung
Die Northern Circuit Route ist die längste und umfassendste Route auf den Kilimandscharo und bietet aufgrund ihres außergewöhnlichen Akklimatisierungsprofils die höchsten Gipfelbesteigungsquoten. Diese Route erstreckt sich über 8 bis 10 Tage und führt um die abgelegenen Nordhänge des Berges herum, wodurch sie ein ruhigeres und landschaftlich reizvolleres Trekking-Erlebnis mit deutlich weniger Menschenmassen bietet. Bergsteiger profitieren von einem allmählichen Aufstieg, der es dem Körper ermöglicht, sich effektiv an die Höhe anzupassen, wodurch das Risiko einer Höhenkrankheit verringert und der allgemeine Komfort verbessert wird. Mit abwechslungsreichen Landschaften, die von üppigem Regenwald über alpine Wüste bis hin zu weitreichenden Ausblicken vom Gipfel reichen, ist die Northern Circuit Route ideal für Wanderer, denen Erfolg, Landschaft und eine weniger überlaufene Kilimandscharo-Besteigung wichtig sind.
Nordroute: 9-tägiges professionelles Expeditionsprotokoll
Tagesprogramm
Zugang über die Westflanke (von Londorossi nach Mti Mkubwa)
Die Expedition beginnt am Londorossi-Tor (2.250 m). Das Ziel ist ein kontrollierter Aufstieg durch den dichten Bergregenwald. Diese Zone zeichnet sich durch hohe Bodenfeuchtigkeit, dichte Baumkronen und erhöhte Luftfeuchtigkeit aus. Der Weg besteht aus einem komplexen Wurzelgeflecht und festgestampfter Erde, was eine präzise Fußstellung erfordert. Die Wanderer müssen ihre Atemfrequenz sofort regulieren, um eine vorzeitige anaerobe Anstrengung zu vermeiden. In Mti Mkubwa (2.820 m) wird das Lager unter einem hohen Blätterdach aufgeschlagen; die Standortwahl ist entscheidend, um die Feuchtigkeit des Waldbodens zu mindern.
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Wanderzeit: 3–4 Stunden
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Entfernung: 6 km (3,7 Meilen)
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Höhenunterschied: 570 m
1
Tag
Ascent to the Shira Caldera (Mti Mkubwa to Shira 1)
Der Weg führt vom Bergwald in die Heide- und Moorlandschaft über. Dieser Abschnitt weist einen deutlichen, anhaltenden Anstieg auf, der die Baumgrenze durchbricht. Die Umgebung ist geprägt von offener Lage und dem Vorkommen von Dendrosenecio kilimanjari. Das Ziel ist es, den Rand des Shira-Plateaus zu erreichen. Das Shira 1 Camp (3.500 m) liegt auf einer alten, erodierten Vulkankaldera. Der Aufbau erfordert einen robusten Windschutz für die Zelte, da das Plateau starken Fallwinden ausgesetzt ist, die vom Kibo-Massiv herabwehen.
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Wanderzeit: 5–6 Stunden
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Entfernung: 8 km (5 Meilen)
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Höhenunterschied: 680 m
Akklimatisierungswanderung:
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Höhenunterschied: Shira 1 (3.500 m) bis zu einem Aussichtspunkt auf dem Bergrücken (3.650 m).
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Wanderstrecke: 1,5 km.
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Wanderzeit: 45 Minuten.
2
Tag
Die Plateau-Überquerung (Shira 1 nach Shira 2)
Dieser Tag ist eine strategische, wenig anstrengende Querung durch das Herz des Shira-Plateaus. Die Route ist bewusst flach gehalten, um einer vorzeitigen körperlichen Erschöpfung vorzubeugen. Sie durchqueren eine Landschaft mit seltsamer, prähistorisch anmutender Flora. Shira 2 (3.850 m) ist der logistische Knotenpunkt der westlichen Zugänge. Da die Höhe nun beträchtlich ist, werden die Trinkvorschriften strikt eingehalten, um der trockenen, dünnen Luft entgegenzuwirken, die einen raschen Flüssigkeitsverlust über die Atemwege verursacht.
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Wanderzeit: 3–4 Stunden
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Entfernung: 10 km (6,2 Meilen)
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Höhenunterschied: 350 m
Der vierte
Akklimatisierungswanderung:
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Höhenunterschied: Shira 2 (3.850 m) bis Shira Cathedral (3.895 m).
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Wanderstrecke: 2 km.
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Wanderzeit: 1 Stunde.
3
Tag
Höhen-Belastungstest (von Shira 2 zur Moir-Hütte)
Die Wanderung führt in die alpine Wüstenzone. Das Ziel ist der Lava Tower (4.630 m). Dies ist ein bewusster physiologischer Belastungstest; der Aufstieg auf diese Höhe zwingt Herz und Lunge dazu, sich an den starken Sauerstoffmangel anzupassen. Nach dem obligatorischen Mittagessen am Turm dient der „Big Drop“ zur Moir-Hütte (4.200 m) als Erholungsphase. Indem man deutlich tiefer als am Tageshöchstpunkt schläft, löst man die Ausschüttung von Erythropoetin aus, was die Produktion roter Blutkörperchen beschleunigt.
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Wanderzeit: 6–7 Stunden
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Entfernung: 12 km (7,5 Meilen)
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Höhenunterschied: 780 m Aufstieg / 430 m Abstieg.
Der vierte
Akklimatisierungswanderung:
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Höhenunterschied: Moir-Hütte (4.200 m) bis Lent Hills (4.375 m).
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Wanderstrecke: 1 km.
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Wanderzeit: 1 Stunde.
4
Tag
Die nördliche Wildnis (Moir-Hütte bis Buffalo Camp)
Dies ist die entscheidende Etappe des Northern Circuit. Die Route trennt sich vom gesamten südlichen Verkehr und umrundet den Kibo-Kegel über die Nordhänge. Das Gelände besteht aus einer Abfolge von Vulkankämmen, zerklüftetem Fels und trockenen Tälern. Es ist ein langer, welliger Tag mit beeindruckenden Ausblicken. Das Buffalo Camp (4.020 m) ist ein abgelegener Ort, von dem aus man einen freien Blick bis zur kenianischen Grenze hat. Die Einsamkeit hier ist absolut, und die Umgebung gehört zu den unberührtesten auf dem Berg.
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Wanderzeit: 5–7 Stunden
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Entfernung: 12 km (7,5 Meilen)
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Höhenunterschied: 350 m Aufstieg / 530 m Abstieg.`
5
Tag
Zusammenfassung der Route entlang des Bergrückens (vom Buffalo Camp bis zur Third Cave)
Die Wanderung führt weiter entlang des Pofu-Grats, einer Höhenquerung, die auf gleichbleibender Höhe verläuft. Dies ist eine entscheidende „Konsolidierungsphase“. Indem man sich konstant auf etwa 4.000 Metern Höhe hält, kann man die körperlichen Fortschritte der vergangenen Tage festigen. Der Weg besteht aus losem Geröll und Staub, was eine achtsame Gangart erfordert, um Energieverschwendung zu vermeiden. Das Third Cave Camp (3.800 m) liegt versteckt am nördlichen Fuß des Kibo. Die Temperatur ist hier niedriger als auf der Südseite, da die Nordwand weniger direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.
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Wanderzeit: 5–7 Stunden
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Entfernung: 8 km (5 Meilen)
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Höhenunterschied: 200 m Anstieg / 420 m Abstieg.
Der vierte
Akklimatisierungswanderung:
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Höhenunterschied: Dritte Höhle (3.800 m) bis zum Aussichtspunkt auf dem Bergrücken (3.950 m).
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Wanderstrecke: 1,5 km.
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Wanderzeit: 1 Stunde
6
Tag
Die letzte Etappe (von der dritten Höhle zur Schulhütte)
Der Aufstieg zum Kibo-Sattel ist karg und wüstenartig. Das Gelände besteht ausschließlich aus Vulkanasche und losem Gestein. Je näher man der School Hut (4.750 m) kommt, desto öder wird die Umgebung. Dies ist der letzte Stützpunkt. Der Fokus liegt nun ganz auf dem Wärmemanagement und der Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Man isst, trinkt und versucht unter den bisher extremsten Bedingungen zu schlafen. Jede Bewegung muss auf ein Minimum reduziert werden
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Wanderzeit: 4–5 Stunden
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Entfernung: 8 km (5 Meilen)
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Höhenunterschied: 950 m
Akklimatisierungswanderung:
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Höhenunterschied: Von der Schulhütte (4.750 m) bis zum unteren Geröllhang (4.850 m).
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Wanderstrecke: 0,5 km.
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Wanderzeit: 45 Minuten.
7
Tag
Die Besteigung (von School Hut über Uhuru nach Mweka)
Aufbruch um 23:30 Uhr. Der Aufstieg zum Gilman’s Point (5.685 m) ist ein fast senkrechter, mühsamer Aufstieg über instabiles Geröll. Die Kälte ist extrem. Am Kraterrand angekommen, quert man zum Uhuru Peak (5.895 m). Der Abstieg ist ein 15 Kilometer langer Marathon zurück durch die Wüste, ins Moorland und hinunter zum Waldrand am Mweka Camp (3.100 m). Dieser Tag erfordert extreme körperliche Ausdauer; der Abstieg ist berüchtigt für Knie- und Zehenverletzungen.
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Wanderzeit: 12–15 Stunden
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Entfernung: 15 km (9,3 Meilen)
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Höhenunterschied: 1.145 m Aufstieg / 2.795 m Abstieg.
8
Tag
Abtransport vom Terminal (vom Mweka-Camp zum Eingang)
Der letzte Abschnitt durch den Regenwald ist ein steiler Abstieg. Die Sauerstoffsättigung kehrt auf den Ausgangswert zurück. Am Mweka Gate (1.640 m) endet die Expedition.
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Wanderzeit: 3–4 Stunden
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Entfernung: 10 km (6,2 Meilen)
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Höhenunterschied: 1.460 m
9
Tag
Empfehlung von Experten
Akklimatisierungsprofil
Die Nordroute ist hinsichtlich ihres Akklimatisierungsprofils objektiv überlegen. Ihre längere Dauer von 9 Tagen gewährleistet den derzeit sanftesten Aufstiegsverlauf, der auf diesem Berg möglich ist. Durch die mehrtägige Querung der Nordhänge in einer Höhe von 4.000 m bis 4.200 m durchläuft der Körper eine stabilere und umfassendere physiologische Anpassung als bei den schnellen Durchquerungsprofilen der Südrouten.
Operativer Erfolg
Da der Northern Circuit die stark frequentierten südlichen Abschnitte umgeht, bietet er eine gleichbleibende, ruhige Umgebung, in der Wanderer ihren Biorhythmus beibehalten können, ohne sich dem Tempo größerer, langsamerer kommerzieller Gruppen anpassen zu müssen. Diese Abgeschiedenheit minimiert cortisolbedingten Stress und ermöglicht ein striktes, individuell abgestimmtes Stoffwechselmanagement.
Abschließendes Expertenurteil
Wenn der erfolgreiche Gipfelbesteig das wichtigste Kriterium ist, ist die neuntägige Nordroute die leistungsstärkste Tour auf dem Kilimandscharo. Sie gilt als Goldstandard für Wanderer, denen Sicherheit, eine effektive Akklimatisierung und die Vermeidung stark frequentierter Gebiete am Herzen liegen. Jeder Versuch, diese Tour auf weniger als acht Tage zu verkürzen, verursacht unnötigen physiologischen Stress, der den Hauptvorteil der Route – nämlich ihren sanften, gleichmäßigen Höhenanstieg – zunichte macht.
Warum der Northern Circuit: Die Architektenroute
Der physiologische Goldstandard: Bei den meisten Routen muss man quasi gegen die Höhe „ankämpfen“, wobei der Höhenunterschied innerhalb weniger intensiver Tage stark ansteigt. Der Northern Circuit ist anders. Es handelt sich um eine langsame, methodische Umrundung des Kibo-Gipfels. Indem Sie mehrere Tage in der Höhenlage von 4.000 bis 4.200 Metern verbringen, ermöglichen Sie Ihrem Körper, seine biologischen Prozesse – die Stabilisierung des Blutsauerstoffgehalts und die Akklimatisierung – ohne den ständigen, hektischen Stress eines raschen Aufstiegs durchzuführen. Dies kommt einem „garantierten“ Akklimatisierungsprofil, das der Berg bietet, am nächsten.
Das „Deep Wilderness“-Erlebnis: Wenn die südlichen Routen einem überfüllten Theater gleichen und Rongai einer ruhigen Galerie, dann ist der Northern Circuit die weite, unerforschte Wildnis. Da er die abgelegene Nordwand des Berges durchquert, sind Sie völlig abgeschirmt vom Menschengewimmel der Südhänge. Sie campen in der „Northern Wilderness Zone“, einem Ort, an dem sich der Berg wie aus prähistorischen Zeiten anfühlt. Es gibt keine Engpässe, keine Warteschlangen und keinen Umgebungslärm – nur die absolute Stille der alpinen Wüste.
Die landschaftliche Symmetrie: Die Route besticht durch eine einzigartige strukturelle Symmetrie. Man startet im üppigen, wilden Westen, durchquert den trockenen, hochgelegenen Nordrand und trifft schließlich auf die östlichen Zugänge. Man sieht Teile des Berges – die Nordwand des Kibo und die weiten Ausblicke in Richtung der kenianischen Grenze –, die 95 % der Kilimandscharo-Wanderer nie zu Gesicht bekommen. Es ist eine vollständige 360-Grad-Erkundung des Vulkans.
Die energieeffiziente Querung: Im Gegensatz zu den südlichen Routen, bei denen man in tiefe, sauerstoffreiche Täler hinabsteigen und wieder steile Grate hinaufklettern muss – wodurch man ständig die mühsam gewonnene Höhe „verschwendet“ –, ist der Nordrundweg ein langer, welliger, horizontal verlaufender Weg. Man bleibt hoch, man bleibt stabil und schont seine Oberschenkelmuskeln für den einzigen Tag, der wirklich zählt: den Gipfelanstieg. Wenn man die School Hut erreicht, kommt man ausgeruht an, da man die anstrengenden „Auf- und Abstiege“ des südlichen Rundwegs vermieden hat.
Häufig gestellte Fragen zur Nordkurs Route
Was ist die Nordroute am Kilimandscharo?
Die Northern Circuit Route ist die längste und umfassendste Trekkingroute auf dem Kilimandscharo, die darauf ausgelegt ist, die Akklimatisierung und den Erfolg beim Gipfelanstieg zu maximieren. Sie beginnt auf der Westseite am Lemosho Gate und führt dann über die selten besuchten Nordhänge des Berges, bevor sie über die School Hut in den Gipfelanstieg mündet. Im Gegensatz zu kürzeren Routen folgt sie einem breiten, kreisförmigen Weg, der Rückwege vermeidet und eine umfassendere Erkundung des Kilimandscharo-Geländes ermöglicht. Die Wanderer erleben eine ganze Bandbreite an Ökosystemen – von Regenwald und Moorland bis hin zu alpiner Wüste und arktischen Bedingungen am Gipfel. Ihre längere Dauer und der allmähliche Höhengewinn machen sie zur strategisch am besten konzipierten Route, um höhenbedingte Risiken zu minimieren und gleichzeitig ein angenehmes Trekkingtempo beizubehalten.
Wie viele Tage dauert die Northern Circuit Route?
Die Route des Nordrings wird in der Regel in 8 bis 10 Tagen zurückgelegt, wobei die 9-tägige Variante am häufigsten empfohlen wird. Es gibt zwar kürzere 8-tägige Varianten, diese verkürzen jedoch die Akklimatisierungszeit, was sich auf den Erfolg beim Gipfelanstieg auswirken kann. Die 9- oder 10-tägigen Varianten beinhalten zusätzliche Akklimatisierungstage, insbesondere rund um das Shira-Plateau und an den Nordhängen, wodurch sich der Körper besser an die zunehmende Höhe anpassen kann. Dieser verlängerte Zeitrahmen verteilt die körperliche Anstrengung, verringert die Ermüdung und verbessert den allgemeinen Trekkingkomfort. Für die meisten Bergsteiger – insbesondere für diejenigen ohne vorherige Erfahrung in großer Höhe – bietet die längere Route einen deutlich sichereren und erfolgreicheren Weg zum Gipfel.
Wie hoch ist die Erfolgsquote der Northern Circuit Route?
Die Northern-Circuit-Route weist die höchste Gipfel-Erfolgsquote aller Kilimandscharo-Routen auf und liegt je nach Veranstalter und Länge der Tour oft bei über 90–95 %. Diese hohe Erfolgsquote ist in erster Linie auf das sanfte Steigungsprofil und die Einplanung mehrerer Akklimatisierungstage zurückzuführen. Im Gegensatz zu kürzeren Routen, bei denen der Höhenanstieg schnell erfolgt, ermöglicht der Northern Circuit den Bergsteigern eine physiologische Anpassung, wodurch das Risiko einer Höhenkrankheit verringert wird. Die Strategie „hoch klettern, tief schlafen“ wird konsequent angewendet und hilft dem Körper, sich anzupassen, während der Aufstieg fortgesetzt wird. Daher gilt diese Route als die zuverlässigste für Wanderer, deren oberstes Ziel das Erreichen des Uhuru Peak ist.
Ist die Northern Circuit Route schwierig?
Die Northern Circuit Route wird hinsichtlich des technischen Schwierigkeitsgrades als mittelschwer eingestuft, da sie weder Kletterkenntnisse noch spezielle Ausrüstung erfordert. Die Herausforderung liegt jedoch eher in der Ausdauer als in der Technik. Wanderer müssen auf mehrere aufeinanderfolgende Wandertage in zunehmender Höhe vorbereitet sein, wobei oft lange Strecken zurückgelegt werden. Der Vorteil der längeren Route besteht darin, dass die täglichen Höhenmeterzunahmen sanfter verlaufen, was die Wanderung für Personen mit guter Kondition körperlich gut bewältigbar macht. Während die Nacht zum Gipfel – wie auf allen Routen – anspruchsvoll bleibt, verringert das allgemeine Tempo des Northern Circuit die körperliche Belastung im Vergleich zu kürzeren, steileren Routen.
Warum eignet sich die Nordroute am besten zur Akklimatisierung?
Die Route ist speziell darauf ausgelegt, die Akklimatisierung durch eine Kombination aus sanftem Aufstieg, längerer Dauer und strategischem Aufenthalt in großer Höhe zu optimieren. Die Bergsteiger verbringen mehr Zeit in mittleren bis hohen Lagen, wodurch sich der Körper an den geringeren Sauerstoffgehalt anpassen kann. Der Reiseplan folgt dem Prinzip „Hoch steigen, tief schlafen“, bei dem die Wanderer tagsüber in höhere Lagen aufsteigen und zum Schlafen etwas absteigen, was eine bessere physiologische Anpassung fördert. Zudem vermeidet die Route einen schnellen Höhenanstieg, was bei kürzeren Routen häufig ein Problem darstellt. Dieser strukturierte Akklimatisierungsansatz senkt das Risiko einer akuten Höhenkrankheit (AMS) erheblich und verbessert die Erfolgsquote beim Gipfelanstieg insgesamt.
Ist die Northern Circuit Route stark frequentiert?
Nein, die Northern-Circuit-Route ist eine der am wenigsten frequentierten Routen auf dem Kilimandscharo. Nach den ersten Tagen, die sie mit der Lemosho-Route gemeinsam zurücklegt, zweigt sie in Richtung der Nordhänge ab, wo der Wanderverkehr deutlich nachlässt. Diese Abgeschiedenheit sorgt für ein ruhigeres und intensiveres Trekking-Erlebnis und ermöglicht es den Bergsteigern, die Natur zu genießen, ohne dem Gedränge auf beliebten Routen wie Machame oder Marangu ausgesetzt zu sein. Die Lagerplätze sind weniger überlaufen, und das Gefühl der Abgeschiedenheit trägt zum Gesamterlebnis bei. Für Wanderer, die Einsamkeit und eine exklusivere Reise suchen, ist diese Route eine der besten verfügbaren Optionen.
Wo beginnt und endet die Northern Circuit Route?
Die Route des Northern Circuit beginnt am Lemosho-Tor auf der Westseite des Kilimandscharo. Von dort führt sie durch den Regenwald hinauf, überquert das Shira-Plateau und umrundet anschließend die Nordhänge des Berges. Der Gipfelanstieg erfolgt von der School Hut aus, ähnlich wie bei anderen Westrouten. Nach Erreichen des Uhuru Peak erfolgt der Abstieg in der Regel über die Mweka-Route auf der Südseite. Dadurch entsteht eine vollständige Überquerung des Berges statt eines einfachen Auf- und Abstiegs, was ein abwechslungsreicheres und umfassenderes Trekking-Erlebnis bietet.
Was macht die Northern Circuit Route so einzigartig?
Mehrere Faktoren unterscheiden die Northern Circuit Route von anderen Kilimandscharo-Routen. Die vollständige Umrundung des Berges bietet unvergleichliche Panoramablicke aus verschiedenen Blickwinkeln, darunter auch selten gesehene Ausblicke aus nördlicher Richtung. Die längere Dauer ermöglicht eine bessere Akklimatisierung, was direkt zu höheren Erfolgsraten beiträgt. Die Route bietet zudem ein ruhigeres und abgeschiedeneres Erlebnis, da hier im Vergleich zu anderen Routen weniger Bergsteiger unterwegs sind. Darüber hinaus macht die Vielfalt der Landschaften – vom üppigen Regenwald bis zur kargen alpinen Wüste – diese Route zu einer der landschaftlich abwechslungsreichsten und umfassendsten Kilimandscharo-Touren.
Wann ist die beste Zeit für eine Besteigung der Northern Circuit Route?
Die beste Zeit für eine Besteigung über die Nordroute ist während der Trockenzeit am Kilimandscharo, die von Januar bis März und von Juni bis Oktober dauert. In diesen Zeiträumen herrschen stabilere Wetterbedingungen, klarer Himmel und bessere Sichtverhältnisse für den Blick vom Gipfel. Die Nordseite des Berges ist in der Regel etwas trockener als die Südrouten, was sie auch in der Nebensaison zu einer guten Wahl macht. Allerdings können die Wetterbedingungen auf dem Kilimandscharo in höheren Lagen unvorhersehbar sein, sodass eine gute Vorbereitung und die richtige Ausrüstung unabhängig von der Jahreszeit unerlässlich sind.
Für wen ist die Northern Circuit Route geeignet?
Die Nordroute ist ideal für Wanderer, denen der Gipfelerfolg am wichtigsten ist, die weniger überlaufene Wege bevorzugen und genügend Zeit für eine längere Tour haben. Sie eignet sich besonders gut für Anfänger im Höhenbergsteigen, die sich bestmögliche Akklimatisierungsbedingungen wünschen. Die Route spricht aufgrund ihrer abwechslungsreichen Landschaften und Panoramablicke auch Fotografen und Naturliebhaber an. Sie erfordert zwar einen größeren Zeitaufwand, bietet jedoch die ausgewogenste Kombination aus Komfort, Sicherheit und Erfolg auf dem Kilimandscharo.




