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Nationalpark Sibiloi

Kenya

Sibiloi-Nationalpark: Die Wiege der Menschheit


Wo die Menschheitsgeschichte an den Ufern des Jademeeres begann

Der Sibiloi-Nationalpark ist kein typisches Safari-Reiseziel. Weit entfernt von den ausgetretenen Wildtierrouten der Maasai Mara oder des Amboseli bietet dieser abgelegene Park am nordöstlichen Ufer des Turkana-Sees etwas weitaus Tiefgreifenderes – eine Reise zum eigentlichen Geburtsort der Menschheit. Der 1973 gegründete und 1.570 Quadratkilometer große Sibiloi-Nationalpark wurde 1997 als Teil der Turkana-See-Nationalparks zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Hier, inmitten der vom Wind geformten Vulkanformationen und trockenen Ebenen, wandeln Besucher auf den Spuren der frühen Menschen, umgeben von Fossilien, die unser Verständnis der menschlichen Evolution grundlegend verändert haben .


Die Lage des Parks ist ebenso beeindruckend wie seine Geschichte. Der Turkana-See, der wegen seiner atemberaubenden grünlich-blauen Färbung auch als „Jademeer“ bekannt ist, ist der größte ganzjährig wasserführende Wüstensee der Welt. Sein alkalisches Wasser mit seiner charakteristischen „seifenartigen“ Beschaffenheit bildet einen faszinierenden Spiegel, in dem sich die vorbeiziehenden Wolken und der Wüstenhimmel widerspiegeln. Der See beherbergt 60 Fischarten, von denen sieben endemisch sind, und dient als wichtiger Brutplatz für die weltweit größten Kolonien von Nilkrokodilen. Die raue, halbwüstenartige Landschaft aus Commiphora-Wäldern, Euphorbien und Wüstenrosen steht in starkem Kontrast zum lebendigen See und schafft ein visuelles Spektakel, das zugleich wunderschön und eindringlich ist.

Die Wiege der Menschheit

Koobi Fora und die Geschichte der menschlichen Evolution

Der Sibiloi-Nationalpark beherbergt die weltberühmte Koobi-Fora-Region, in der sich einige der bedeutendsten paläontologischen und archäologischen Fundstätten der Welt befinden. Im Gebiet von Koobi Fora wurden Fossilienfunde gemacht, die mehr zum Verständnis der menschlichen Evolution beigetragen haben als jede andere Fundstätte in Afrika. Hier entdeckte Dr. Richard Leakey den Schädel eines Homo habilis, der vermutlich 2,5 Millionen Jahre alt ist, und hier haben andere Forscher Funde des Homo erectus zutage gefördert. Diese Entdeckungen haben das bisherige Wissen der Welt über die Ursprünge des Menschen neu definiert.


Die in Koobi Fora gefundenen Fossilien erzählen eine bemerkenswerte Geschichte. Zu den faszinierendsten Funden zählen der massive Panzer einer Riesenschildkröte, der drei Millionen Jahre alt ist, die Kieferknochen eines Krokodils, dessen Länge auf über 45 Fuß geschätzt wird, sowie die Skelettreste eines ausgestorbenen Elefantenvorfahren mit riesigen Stoßzähnen. Diese Relikte, die heute im Koobi-Fora-Museum innerhalb des Parks ausgestellt sind, bieten einen seltenen Einblick in das Leben lange vor der modernen Zivilisation. Die Nationalmuseen von Kenia unterhalten in Koobi Fora ein kleines Museum, in dem Besucher mehr über die faszinierende Geschichte der menschlichen Evolution erfahren und Nachbildungen der in der Gegend gefundenen Fossilien besichtigen können.


Die archäologische Bedeutung des Parks reicht über Koobi Fora hinaus. In der Nähe des Dorfes Nariokotome entdeckten Wissenschaftler den „Turkana-Jungen“, ein fast vollständiges Skelett des Homo erectus, das etwa 1,6 Millionen Jahre alt ist. Dieser bemerkenswerte Fund, eines der vollständigsten Skelette früher Menschen, die je entdeckt wurden, hat unschätzbare Einblicke in die Evolution und Entwicklung des Menschen geliefert. Das Turkana-Becken, zu dem auch Sibiloi gehört, gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt. Wissenschaftler entdecken dort nach wie vor Fossilien von frühen Menschen, Tieren und Pflanzen, die über 2 Millionen Jahre alt sind. Besucher können diese archäologischen Stätten erkunden und sogar einige der ausgegrabenen Fossilien und Artefakte bewundern, die Millionen von Jahren alt sind.


Der versteinerte Wald und die Vulkanlandschaften

Der Berg Sibiloi und die Geologie der Urzeit

Über den Ebenen ragt der Mount Sibiloi empor, ein ruhender Vulkan, an dem Besucher den „versteinerten Wald“ finden können – Überreste eines uralten Waldgebiets, das im Laufe der Jahrtausende zu Stein geworden ist. Hier liegen erhaltene Abdrücke von Elefanten und Schildkröten im Gestein eingebettet, stille Zeugen des Vergehens der Zeit. Die vulkanische Geschichte von Sibiloi zeigt sich in den schroffen Felsformationen und uralten Lavaströmen, die die Landschaft prägen und sowohl ein visuelles Spektakel als auch einen Einblick in die geologische Vergangenheit der Region bieten. Die dramatische Landschaft, die über Jahrtausende durch vulkanische Aktivität und Erosion geformt wurde, schafft eine visuell beeindruckende Umgebung, die nur wenige andere Reiseziele bieten können.


Der „Petrified Forest“ ist eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten des Parks. Die Überreste von Bäumen, die vor etwa 7 Millionen Jahren lebten, sind in Vulkanasche konserviert worden und liefern so einen bemerkenswerten Einblick in das Klima und die Vegetation der Region in der Urzeit. Bei einem Spaziergang zwischen diesen versteinerten Stämmen können sich Besucher eine Zeit vorstellen, in der diese trockene Landschaft eine üppige, bewaldete Umgebung war, in der Lebewesen lebten, die längst von der Erde verschwunden sind.


Die Tierwelt des Sibiloi-Nationalparks

Die überraschende Vielfalt der Wüste

Trotz seines rauen, wüstenähnlichen Klimas beherbergt der Sibiloi-Nationalpark eine überraschend große Vielfalt an Wildtieren. Die Halbwüstenlandschaft des Parks bietet Lebensraum für Arten, die an trockene Bedingungen angepasst sind, was ihn zu einem einzigartigen Reiseziel für Naturliebhaber macht. Die Kombination aus den aquatischen Ökosystemen des Turkana-Sees und den terrestrischen Lebensräumen des Parks sorgt für eine bemerkenswerte Artenvielfalt.


Wasserlebewesen: Dank der Nähe des Parks zum Turkana-See können Besucher Nilkrokodile beobachten, die zu den größten Afrikas zählen und sich oft an den Ufern sonnen. Der See beherbergt mit geschätzten 22.000 Exemplaren die weltweit größten Kolonien von Nilkrokodilen. Auch Flusspferde sind hier anzutreffen und tragen zur aquatischen Vielfalt der Region bei.


Große Säugetiere: Weidetiere wie das Grevy-Zebra und der Beisa-Oryx sind in den Halbwüstenlandschaften des Parks ebenso häufig anzutreffen wie Gerenuks, Topis und Dikdiks. Zu den Sichtungen zählen der vom Aussterben bedrohte Nördliche Topi, der Somali-Strauß, der Kleine Kudu, der Oryx, der Gerenuk und verschiedene Gazellenarten. Diese Arten sind gut an die trockene Umgebung angepasst und stehen für die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems von Sibiloi.


Raubtiere: Auch wenn sie selten sind, leben im Park Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Geparden und Tüpfelhyänen. Diese scheuen Tiere sorgen für zusätzliche Spannung bei Besuchern, die hoffen, sie in freier Wildbahn zu erspähen. Sowohl Tüpfel- als auch Streifenhyänen durchstreifen das Gebiet, ebenso wie Geparden und Leoparden.

Andere Tierarten: Auch kleinere Säugetiere wie Klippschliefer, Warzenschweine und Schakale durchstreifen den Park und tragen so zur Artenvielfalt dieser abgelegenen Region bei.


Die Vogelwelt von Sibiloi

Ein Paradies für Vogelbeobachter

Mit über 350 Vogelarten ist Sibiloi ein Paradies für Vogelbeobachter, insbesondere für diejenigen, die sich für Wüsten- und Wasservogelarten interessieren. Die einzigartige Vielfalt an Lebensräumen – von den Ufern des Turkana-Sees bis hin zu den trockenen Ebenen – zieht eine große Bandbreite an Vögeln an, darunter sowohl Standvögel als auch Zugvögel. Der Park ist als „Important Bird Area“ anerkannt, und Tausende von Zugvögeln aus der paläarktischen Region, darunter mehrere weltweit bedrohte Arten, finden hier Zuflucht.


Wasservögel: Aufgrund seiner Lage am Ufer des Turkana-Sees ist der Park ein bedeutendes Gebiet für Wasservögel. Entlang des Sees sind häufig Groß- und Zwergflamingos zu sehen, die vor dem Hintergrund des blauen Wassers ein faszinierendes rosa Schauspiel bieten. Zu den weiteren Wasservögeln zählen Pelikane, Nilgänse, Afrikanische Scherenschnäbel und verschiedene Entenarten.


Raubvögel: Raubvögel wie Afrikanische Fischadler, Steppenadler und Bateleure sind in Sibiloi häufig zu beobachten; oft jagen sie in der Nähe des Sees oder gleiten über den Ebenen des Parks.


Savannen- und Waldvögel: Arten wie das Gelbhals-Spornhuhn, die Kori-Trappe sowie verschiedene Arten von Lerchen und Webervögeln kommen in den trockeneren Regionen des Parks vor. Die Vielfalt der Savannenvögel trägt dazu bei, dass Sibiloi sowohl für Ornithologen als auch für Gelegenheits-Vogelbeobachter gleichermaßen attraktiv ist.

Die beste Reisezeit für den Sibiloi-Nationalpark

Aufgrund des abgelegenen, trockenen Klimas in Sibiloi ist die Wahl des richtigen Zeitpunkts entscheidend für einen gelungenen Besuch.

Die Trockenzeit – Juni bis Oktober

Die Trockenzeit von Juni bis Oktober ist die beste Reisezeit für einen Besuch in Sibiloi. In diesen Monaten ist das Wetter etwas kühler und die Straßen sind besser befahrbar. Die Wildtiere halten sich vor allem in der Nähe von Wasserstellen auf, darunter das Ufer des Turkana-Sees und die Karsa-Wasserstelle, wodurch sie leichter zu beobachten sind. Der Himmel ist klar und bietet spektakuläre Ausblicke auf das „Jademeer“ und die umliegenden Vulkanlandschaften.


Die Regenzeit – November bis Mai

Die Regenzeit von November bis Mai bringt kurze, aber heftige Regenfälle mit sich, die die Straßen unpassierbar machen können. Die Landschaft verwandelt sich in eine grünere Version ihrer selbst, doch das Reisen wird deutlich schwieriger. Die Regenfälle fallen zudem mit der Ankunft der Zugvögel aus der paläarktischen Region zusammen, was diese Zeit zur besten Zeit für die Vogelbeobachtung macht. Die über 350 Vogelarten des Parks sind in dieser Zeit am aktivsten, darunter Flamingos, Pelikane und afrikanische Scherenschnäbel.


Zusammenfassung nach Monaten

Januar bis März: Heiß und trocken. Gute Möglichkeiten zur Wildtierbeobachtung. Straßen befahrbar. Hervorragend geeignet für archäologische Touren.

April bis Juni: Lange Regenzeit. Die Straßen sind schlammig und möglicherweise unpassierbar. Üppige Landschaften. Ideale Zeit für die Vogelbeobachtung, da Zugvögel zu sehen sind.

Juli bis Oktober: Hochsaison der Trockenzeit. Die kühlsten Temperaturen. Beste Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. Klarer Himmel für Fotoaufnahmen.

November bis Dezember: Kurze Regenfälle. Die Straßenverhältnisse können schwierig sein. Grüne Landschaften. Gute Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung.



Beste Zeit nach Priorität

Priority

Best Months

Why

Wildlife viewing

June to October

Animals concentrate around water sources

Bird watching

November to April

Migratory species present

Fossil and archaeology tours

Year-round, but best June to October

Dry conditions, better road access

Avoiding heat

June to September

Cooler temperatures

Logistik und Tipps für den Sibiloi-Nationalpark

Anfahrtsbeschreibung

Der Sibiloi-Nationalpark ist eines der abgelegensten Reiseziele in Kenia, und schon die Anreise ist ein Abenteuer für sich. Der Park liegt etwa 800 Kilometer nördlich von Nairobi, und die Reise erfordert eine sorgfältige Planung sowie das richtige Fahrzeug.


Mit dem Flugzeug: Am bequemsten lässt sich der Sibiloi-Nationalpark mit dem Flugzeug erreichen. Es gibt Charterflüge vom Wilson-Flughafen in Nairobi zu Landebahnen in der Nähe des Parks. Die wichtigsten Landebahnen für den Park befinden sich in Koobi Fora und Lodwar. Die Flugdauer beträgt je nach Route etwa 2 bis 3 Stunden. Charterflüge können über Unternehmen wie SafariLink oder Air Kenya oder über einen Reiseveranstalter gebucht werden.


Mit dem Auto: Die Anreise zum Sibiloi-Nationalpark mit dem Auto ist eine abenteuerliche Reise, die sich am besten für diejenigen eignet, die Offroad-Fahrten und das Erkunden abgelegener Gebiete genießen. Aufgrund des unwegsamen, unbefestigten Geländes ist ein Geländewagen unerlässlich. Die Reise kann je nach Route und Bedingungen mehrere Tage dauern.

  • Von Nairobi nach Marsabit: Fahrt von Nairobi nach Marsabit, eine Strecke von etwa 550 Kilometern. Die Straße ist größtenteils asphaltiert, einige Abschnitte können jedoch uneben sein und erfordern ein Geländewagen.

  • Von Marsabit nach North Horr: Von Marsabit aus sind es etwa 200 Kilometer bis nach North Horr. Diese Strecke ist anspruchsvoller, da die Straßen holprig und unbefestigt sind.

  • Von North Horr zum Sibiloi-Nationalpark: Die letzte Etappe der Reise von North Horr zum Sibiloi-Nationalpark führt über rund 150 Kilometer durch unwegsames Gelände. Dieser Abschnitt ist der anspruchsvollste und erfordert eine sorgfältige Navigation.

Mit dem Boot: Für eine einzigartige und landschaftlich reizvolle Anreise können Besucher den Sibiloi-Nationalpark mit dem Boot vom Ufer des Turkana-Sees aus erreichen. Boote können in der Stadt Kalokol gemietet werden, die am Westufer des Turkana-Sees liegt. Die Fahrt über den See zum Ostufer in der Nähe des Parks kann je nach Wetterbedingungen mehrere Stunden dauern. Diese Art der Anreise ist zwar weniger verbreitet, bietet jedoch ein unvergessliches Erlebnis.


Parkgebühren und Eintritt

Der Sibiloi-Nationalpark wird vom Kenya Wildlife Service (KWS) verwaltet. Die Eintrittsgebühren für den Park werden pro Person und 24-Stunden-Zeitraum erhoben. Die Gebühren können in der Parkverwaltung in der Nähe von Alia Bay oder über das eCitizen-Portal des KWS bezahlt werden. Es empfiehlt sich, sich vor Ihrem Besuch beim KWS über die aktuellen Gebühren zu informieren, da diese Änderungen unterliegen können.


Unterkünfte

Aufgrund der abgelegenen Lage sind die Übernachtungsmöglichkeiten in und um Sibiloi begrenzt und eher einfach. Eine frühzeitige Planung ist daher unerlässlich.

Im Park: Camping ist in ausgewiesenen Bereichen innerhalb des Parks erlaubt. Aufgrund der abgelegenen Lage und der begrenzten Einrichtungen wird den Besuchern empfohlen, ihre eigene Ausrüstung mitzubringen. Das Campen kostet etwa 500 KSh pro Person. In der Regel ist es möglich, im Koobi-Fora-Forschungszentrum in Bandas (einfachen Hütten) für etwa 1.000 KSh pro Person zu übernachten. Auch in der Parkverwaltung in der Nähe von Alia Bay gibt es einfache Unterkünfte.


Ortschaften in der Umgebung: In Marsabit und Lodwar gibt es nur begrenzt Unterkünfte, allerdings liegen diese mehrere Autostunden vom Park entfernt. Loyangalani, am Westufer des Sees gelegen, bietet einige einfache Lodges und Campingplätze, doch um von dort aus den Park zu erreichen, muss man entweder mit dem Boot über den See fahren oder eine lange Fahrt um den See herum in Kauf nehmen.


Wie viele Tage brauchst du?

Mindestaufenthalt: 2 bis 3 Nächte. So bleibt ein ganzer Tag Zeit, um Koobi Fora und das Ufer des Turkana-Sees zu erkunden.

Ideal: 4 bis 5 Übernachtungen. So bleibt genügend Zeit, um die archäologischen Stätten zu erkunden, den Versteinerten Wald und den Mount Sibiloi zu besuchen, Pirschfahrten zu unternehmen und die Vogelbeobachtung am See zu genießen. Außerdem bietet dies einen Puffer für Reiseverzögerungen aufgrund von Wetter- oder Straßenverhältnissen.


Was man einpacken sollte

Die abgelegene, raue Umgebung von Sibiloi erfordert eine spezielle Ausrüstung, die über die übliche Packliste für eine Safari hinausgeht.

Kleidung: Leichte, atmungsaktive Kleidung für die Hitze, dazu eine warme Jacke für kühle Abende und frühe Morgenstunden. Langärmelige Oberteile und lange Hosen zum Schutz vor Sonne und Insekten. Ein Hut mit breiter Krempe ist unverzichtbar.

Schuhe: Robuste Wanderstiefel für felsiges Gelände und Fossilienfundstätten. Sandalen für den Abend und das Seeufer.

Sonnenschutz: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und ein Hut mit breiter Krempe. Die Wüstensonne ist gnadenlos.

Wasser: Nehmen Sie mindestens 5 Liter Wasser pro Person und Tag mit. Im Park gibt es keine verlässlichen Wasserquellen.

Sonstige wichtige Ausrüstungsgegenstände: Stirnlampe oder Taschenlampe, Insektenschutzmittel (es gibt Malaria), ein Erste-Hilfe-Set sowie ein Satellitentelefon oder ein Notortungsgerät (im Park gibt es keinen Mobilfunkempfang). Eine Kamera mit Zoomobjektiv für Tier- und Landschaftsaufnahmen.


Insider-Tipps

Einen Reiseleiter engagieren: Angesichts der abgelegenen Lage und der Bedeutung der archäologischen Stätten ist es unerlässlich, einen ortskundigen Reiseleiter zu engagieren. Die Reiseleiter des Koobi Fora Research Center oder des KWS kennen sich in der Region bestens aus und können Ihnen tiefgehende Einblicke in die Geschichte und die Tierwelt der Gegend vermitteln.


Besuchen Sie das Koobi-Fora-Museum: Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, in diesem kleinen Museum die Fossilien zu besichtigen und mehr über die Evolution des Menschen zu erfahren. Dieses Erlebnis ist zugleich demütigend und beeindruckend.


Entdecken Sie den Versteinerten Wald: Ein Spaziergang zwischen den uralten, versteinerten Bäumen am Fuße des Mount Sibiloi ist ein einzigartiges Erlebnis, das Sie mit der fernen Vergangenheit des Parks verbindet.


Verbringen Sie Zeit am Ufer des Turkana-Sees: Der See ist das Herzstück des Parks. Den Sonnenuntergang über dem „Jademeer“ mit Krokodilen und Flusspferden im Vordergrund zu beobachten, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Häufig gestellte Fragen zum Sibiloi-Nationalpark

Wofür ist der Sibiloi-Nationalpark bekannt?

Der Sibiloi-Nationalpark ist aufgrund der reichen Fossilienvorkommen bei Koobi Fora, die unschätzbare Einblicke in die Evolution des Menschen geliefert haben, als „Wiege der Menschheit“ bekannt. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und vereint paläontologische Bedeutung mit einzigartigen Wüsten- und Seeökosystemen. Im Park befinden sich Überreste früher menschlicher Vorfahren, darunter Homo habilis und Homo erectus, sowie eine vielfältige Tierwelt, die an die trockene Umgebung angepasst ist.


Was sind die „Sibiloi Specials“?

Zwar gibt es für Sibiloi keine offizielle „Special Five“-Liste, doch zu den Höhepunkten des Parks zählen das Grevyzebra, der Beisa-Oryx, die Gerenuk, der Kleine Kudu und der Somali-Strauß. Diese Arten kommen in den trockenen nördlichen Regionen Kenias vor und sind an die rauen Bedingungen des Turkana-Beckens angepasst.


Wo liegt der Sibiloi-Nationalpark?

Der Sibiloi-Nationalpark liegt am nordöstlichen Ufer des Turkana-Sees im Marsabit County im Norden Kenias. Er befindet sich etwa 800 Kilometer nördlich von Nairobi und ist damit einer der abgelegensten Nationalparks des Landes. Der Park ist mit Charterflügen oder über eine anspruchsvolle Straßenfahrt mit einem Geländewagen erreichbar.


Wann ist die beste Reisezeit für den Sibiloi-Nationalpark?

Die beste Reisezeit für Sibiloi ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober, wenn das Wetter etwas kühler ist, die Straßen besser befahrbar sind und sich die Wildtiere in der Nähe von Wasserstellen konzentrieren. Die Regenzeit von November bis Mai eignet sich am besten für die Vogelbeobachtung, da dann Zugvögel zu sehen sind, doch das Reisen kann aufgrund schlammiger Straßen schwierig sein.


Ist der Sibiloi-Nationalpark für Touristen sicher?

Ja, der Sibiloi-Nationalpark ist für Touristen sicher, doch aufgrund seiner abgelegenen Lage sind Vorsicht und gute Vorbereitung erforderlich. Besucher sollten sich des rauen Klimas, der begrenzten Infrastruktur und der Notwendigkeit, sich selbst versorgen zu können, bewusst sein. Die Beauftragung eines erfahrenen Reiseleiters ist unerlässlich, und es ist von entscheidender Bedeutung, ausreichend Wasser, Proviant und Notfallkommunikationsmittel mitzuführen. Im Park gibt es keinen Mobilfunkempfang.


Welche Einrichtungen gibt es im Sibiloi-Nationalpark?

Die Einrichtungen in Sibiloi sind begrenzt und einfach gehalten. Der Park verfügt über ein kleines Museum in Koobi Fora, eine Forschungsstation sowie einfache Camping- und Übernachtungsmöglichkeiten. Besucher sollten ihre eigenen Vorräte mitbringen, darunter Lebensmittel, Wasser und Campingausrüstung. Im Park gibt es keine Geschäfte oder Restaurants, und sämtlicher Müll muss wieder mitgenommen werden.


Sind Sie bereit, auf den Spuren der Menschheit zu wandeln?

Sie haben den vollständigen Reiseführer gelesen. Sie wissen, dass der Sibiloi-Nationalpark die „Wiege der Menschheit“ ist und die reichhaltigsten Fossilienvorkommen der Welt beherbergt, die unser Verständnis der menschlichen Evolution neu definiert haben. Sie wissen, dass die spektakulären Landschaften des Parks vom „Jademeer“ des Turkana-Sees bis zum vulkanischen Berg Sibiloi und dem uralten Versteinerten Wald reichen. Sie wissen, dass die Tierwelt unter anderem Grevyzebras, Oryxantilopen, Gerenuks, Löwen, Geparden und die weltweit größten Kolonien von Nilkrokodilen umfasst. Sie wissen, dass die beste Reisezeit die Trockenzeit von Juni bis Oktober ist und dass der Park mit einem Charterflug oder nach einer anspruchsvollen Fahrt im Geländewagen erreichbar ist.

Jetzt ist es an der Zeit, dieses Wissen in eine konkrete Buchung umzusetzen.


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Erstens: Wie viele Übernachtungen möchten Sie in Sibiloi und an anderen Reisezielen im Norden Kenias verbringen? (Empfohlen: mindestens 3–4 Übernachtungen). Zweitens: Wie hoch ist Ihr Budget pro Person? Drittens: Was steht für Sie im Vordergrund? Fossiliensuche und Archäologie, Wildtierbeobachtung, Vogelbeobachtung, kulturelle Erlebnisse oder Abenteuerreisen?


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Senden Sie uns diese drei Angaben zu, und wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit empfohlenen Reiserouten, einem Tagesprogramm, einer Aufschlüsselung der Gesamtkosten einschließlich Parkgebühren, Charterflügen oder Straßenverkehr, Unterkünften, Reiseleitern und Aktivitäten sowie einer detaillierten Packliste, die auf die einzigartige Umgebung von Sibiloi zugeschnitten ist.


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